Zum Inhalt springen

TANZpunktMG #intimeserleben – Eine Erfolgsgeschichte

Ich reflektiere TANZpunktMG. Das habe ich bei „Zum ersten Mal“, bei „Zum zweiten Mal“, bei „In animalischer Gestalt“ und bei „In Bewegung“ auch getan. Das ist mir wichtig und es hilft mir, mich zu klären. Und es ist auch Teil meiner Vision. Was will ich jetzt?

TANZpunktMG #intimeserleben ist eine Erfolgsgeschichte, mit allen Unwägbarkeiten und Herausforderungen, die mir begegneten. Und es gab einige davon. Corona und die plötzlichen Unmöglichkeiten, die damit einhergingen und noch gehen, waren nur eine davon.
Schon das Erklären was denn #intimeserleben sei, ist nicht möglich. Es war mir zu Beginn nicht möglich und so ist es immer noch. Ich erlebe jetzt bei den Menschen, die leibhaftig dort waren, in Wanlo, in dieser ehemaligen Schule, am ersten Wochenende im Dezember, dass sie es wissen.
Und sie wissen es, weil sie es erlebt haben. Sie trafen bereits viele persönliche und intime Entscheidungen bevor sie überhaupt dort angekommen sind. Beispielsweise sahen und lasen sie die Ankündigung, sie planten dabei zu sein, sie entschieden an welchem der Tage sie dabei sein wollen. Entschieden sie sich für den 3.12. gab es noch die Möglichkeit, an einer Aktiven Meditation teilzunehmen oder später zur Performance Lecture dazu zu kommen. Und immer gab es die Möglichkeit, die Räume zu verlassen. Oder einfach nicht hinzuschauen.
Einige stellten sich auch diese Fragen „Was ziehe ich an?“, „Komme ich in Latex? In Abendgarderobe? Oder nackt?“.

So einfach ist es – das #intimeserleben.
So einfach und so nah. Und gleichzeitig so schwierig. Denn ich muss wissen was ich will.

WAS WILL ICH?

Ich habe mir die Frage oft gestellt in den zwei Jahren der Vorbereitung. Auch in Momenten oder Phasen, die für andere klar erschienen. Für mich waren sie das nicht.
Ich habe Menschen eingeladen mitzumachen, weil ich dachte, dass sie genau so wie ich Lust haben zu spielen und zu gestalten. Ich habe diese Menschen gefragt, weil ich ihnen vertraute. Weil ich darauf vertraute, dass egal welche Gestalt TANZpunktMG annehmen würde, es wäre eine wundervolle Gestalt.
Die Einladungen wurden angenommen und wieder abgesagt. Ich habe neue Einladungen ausgesprochen, an denen ich zwischendurch zweifelte und die ich gerne zurückgenommen hätte. Die Situationen, die dadurch entstanden, warfen mich extrem auf mich zurück.

ICH WILL, DASS TANZpunktMG STATTFINDET. ICH WILL, DASS #intimeserleben MÖGLICH WIRD.

Und weil ich das ernst meinte, bin ich nicht weggelaufen. Ich habe entschieden, dass dieses Projekt mich nimmt. Durch und durch. Immer wieder. Ich habe erleben können wie alles miteinander verwoben ist.
Ich habe mich im Verlauf der letzten beiden Jahre und ganz besonders in den letzten Monaten positioniert. Ich habe gewählt, mIch zu zeigen.
Ich lasse Menschen an diesem Prozess teilhaben, weil ich mir wünsche, dass sie den Mut finden, ihre eigenen Spuren zu hinterlassen. Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen sich sicher fühlen können mit sIch, ihren Körpern und ihrer Sexualität, so dass sie diese entfalten können. Denn ich weiß, dass das auf ihr Selbstbild wirken wird. Sie werden sicherer, stärker, mutiger und liebevoller mit sich selbst. Und das wird Auswirkungen auf ihr Handeln und ihr Wirken in dieser Welt haben.
Ich weiß es, weil ich selbst erlebe.

Wenn ich mich jetzt an das erste Dezemberwochenende dieses Jahres erinnere, erinnere ich mich daran, dass ich mich getragen fühlte. TANZpunktMG war die Manifestation einer Gemeinschaft.
Ich hatte die Idee. Ich habe es vorbereitet.
Und allein hätte ich es nicht so werden lassen können wie es war.
Die Bande und Beziehungen, die zwischen mir und denjenigen entstanden sind, die dieses Wochenende mitgestalteten – sowohl in der Vorbereitung als auch in der Gestaltung an diesem konkreten Wochenende – , haben mIch getragen.
Das, was da passiert ist, war mehr als nur Kooperation oder Zusammenarbeit. Das war CoCreation.
Und es war – es mag verrückt klingen – eine Zeitreise. Ich konnte die Vertikalität von Zeit erleben…wenn alles möglich ist…
An diesem Wochenende im Dezember sind an diesem Ort Menschen zusammengekommen, die sich sonst nie begegnet wären. Sie plauderten, ließen sich aufeinander ein und das zentrale Element war Verbindung durch Raum und Zeit:
Einen Film anschauen, der einige Monate zuvor genau in diesen Räumlichkeiten gedreht wurde. Eine in Latex gekleidete Frau, die neben einer nackten Frau steht und sie betrachtet, während ein paar Meter weiter ein Foto der in Latex gekleideten Frau betrachtet wird.
Eine Gestalt, die Motive des Films aufnimmt und sie parallel zu einem Teil des augenblicklichen Geschehens macht.
Menschen haben Dinge getan, die sie sich nicht haben vorstellen können und die sie gleichzeitig für möglich hielten: z.B. selbst auf einer Bühne zu agieren oder aus Wien anzureisen, um teilzuhaben oder an einer Aktiven Meditation teilzunehmen.

Einer der Menschen, die diesen Ort des „Dorf Campus Wanlo“ kreieren und mit Leben füllen, sagte am Abend des vierten Dezember Folgendes zu mir:
„Danke, Anja! Ich sehe diesen Ort jetzt mit ganz anderen Augen. So wie jetzt habe ich ihn nie zuvor gesehen.“

Danke
Additive Vision
Crazy Horse
Daniel Karsch
Dorf Campus Wanlo e.V.
Die Füchsin
Kulturbüro Mönchengladbach
LatexOwl
Laura Heyer
Luciferssidekick
Matthias Wallmeier
Seb
Wolfgang Sombert
XelK mit Cailín Glas, Mr. Ithaqua, Plumbum und Yel Beaufort
und allen, die gekommen sind zum Teilhaben und Mit.erleben.

So wie ich die Welt jetzt sehe, habe ich sie nie zuvor gesehen.

Photos 1 bis 6: Ingo Kregeloh

Photos 7 bis 10: Matthias Wallmeier

Photos 11 und 12: d_rubberdoll

Photos 13 bis 15: Julia Petschinka

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.