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Sophie spinnt!

Im Jahr 2016 habe ich zum ersten Mal als Kulturschaffende an der Kulturnacht in Mönchengladbach teilgenommen. In Kooperation mit Johannes Jansen und den Freimeistern werde ich einen Flur in der alten Spinnerei, die an der Sophienstrasse liegt, bespielen.

Für mich ist der Flur ein Raum, der andere Räume miteinander verbindet. Er ist ein Ort der Fortbewegung. Wenn jemand oder etwas dazwischen kommt, kann er zu einem Ort des Verweilens werden.
„Sophie spinnt!“ ist eine Intervention, die Zuschauerinnen und Zuschauer einlädt, auf ihrem Weg inne zu halten und die speziell für diesen Flur entwickelte Tanz-Gestaltung zu beeinflussen bzw. der Performerin „dazwischen zu kommen“.

Die konkrete Tanzgestaltung erarbeitete ich mit Handlungsanweisungen.
Dazu habe ich andere Menschen gebeten, diesen Satz zu vollenden: „Ich gehe den Flur entlang…“
Die daraus entstandenen Sätze sind nun Handlungsanweisungen, die mich herausfordern, sie in Bewegung zu versetzen und zu verkörpern.
Ich bin gespannt wohin sie mich führen…

Das hier sind sie:
ICH GEHE DEN FLUR ENTLANG…

„…dem Sonnenfleck am letzten Fenster entgegen.“

„…, die Dielen glatt und glänzend.“

„…und stelle fest, dass ich den Hallenschlüssel vergessen habe.“

„…in der Hoffnung, das Ende zu erreichen, aber der Weg ist steinig und hart, da keiner das Licht angemacht hat.“

„…und laufe los.“

„…beschwingten Schrittes, denn es riecht nach Frühling und irgendwo weit her singt Madonna „life ist a mystery…“.“

„…und aus dem Flur wird ein Gang und aus dem Gehen wird ein Springen und aus entlang wird ein endlich, denn ich weiß, sie erwarten mich schon voller Ungeduld und Freude.“

Fotos: Daniel Karsch

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